Nigeria: In zehn Jahren mehr als 200 katholische Priester entführt

Die christlichen Konfessionen in Nigeria wachsen, sind aber einer starken Verfolgung ausgesetzt. Foto: „Kirche in Not“

Zwischen 2015 und 2025 wurden in Nigeria mindestens 212 katholische Priester entführt – ein Maß der anhaltenden Gewalt und Unsicherheit im Land, das Geistliche und Kirchen in besonderem Maße trifft, wie das katholische Nachrichtenportal CNA am 4. Januar 2026 berichtete.

Nach Auswertung der Katholischen Bischofskonferenz von Nigeria, die dem Hilfswerk „Kirche in Not“ vorliegt, wurden zwischen 2015 und 2025 mindestens 212 katholische Priester in Nigeria entführt. Die Zahlen zeigen das Ausmaß der Sicherheitskrise im westafrikanischen Land und die hohe Gefährdung katholischer Geistlicher.

Die Entführungen ereigneten sich in 41 der 59 katholischen Diözesen und betrafen Priester bei alltäglichen Aktivitäten wie dem Aufenthalt im Pfarrhaus, auf dem Weg zur Messe oder bei Reisen in abgelegene Gemeinden. Von den entführten Priestern wurden 183 freigelassen oder konnten entkommen, zwölf wurden getötet und weitere drei starben später an den Folgen der Gefangenschaft. Mindestens sechs Geistliche wurden mehrfach Opfer von Entführungen. 

Die wirkliche Zahl der Entführungen dürfte noch höher liegen, da aus einigen Diözesen unvollständige Daten vorliegen und auch Entführungen von Ordensleuten nicht in den vorliegenden Zahlen enthalten sind. Die Gewalt wirkt sich auch auf das kirchliche Leben aus: In manchen Regionen mussten Kirchen geschlossen oder Pfarreien ihren Betrieb einstellen.

Kriminelle Banden nutzen Entführungen zunehmend als ein Geschäftsmodell, wobei Geistliche aufgrund ihrer erkennbaren Kleidung und oft geringen Schutzes besonders verwundbar sind. Die nigerianische Regierung hat mittlerweile einen Sicherheitsnotstand verhängt und plant unter anderem verstärkte Schutzmaßnahmen für kirchliche Einrichtungen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass das Hilfswerk „Kirche in Not“ zum Gebet für verfolgte Christen aufrief.

Lesen Sie auch

In Bad Kissingen fand ein Jugendtreffen in der Kirchengemeinde statt

Begegnung und gemeinsamer Austausch fand mit Erzpriester über Perspektiven und zukünftige Aktivitäten der Jugendarbeit statt.

Wallfahrt zur Kreuzreliquie nach Ulm-Wiblingen angekündigt

Orthodoxe Gemeinden aus Balingen und Albstadt laden am 15. März zur Kreuzverehrung ein

„Blut der Märtyrer“ – Vortrag über die frühe Kirche auf Photisis TV erschienen

Geistlicher Impuls zur Bedeutung des Martyriums in der Kirchengeschichte

Senioren erkundeten rumänisch-orthodoxe Marienkirche in München

Gruppe der Volkshochschule Sauerlach informiert sich über Kirchenbau und Orthodoxie

Triumph der Orthodoxie: Predigt über Sinn und Geschichte des Festtages

Diakon Igor Willimowski erinnert an den Bilderstreit und die geistliche Bedeutung der Ikonenverehrung

Patriarch Porfirije: „Christus soll im Mittelpunkt unseres Lebens stehen“

Gedenktag des heiligen Simeon des Myrrhenspenders im Zeichen einer „geistlichen Krise“