Syrien: Islamischer Staat plante Anschläge zu den Feiertagen

Nach erhöhten Terrorwarnungen rund um den Jahreswechsel ist die Sicherheitslage in Syrien angespannt. Foto: ORF
Syrische Sicherheitsbehörden warnen vor geplanten Anschlägen der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) auf Kirchen und zivile Versammlungsorte rund um den Jahreswechsel. Nach Angaben des Innenministeriums wurden die Sicherheitsvorkehrungen landesweit verstärkt, insbesondere in Aleppo. Darüber berichtete das Nachrichtenportal euronews.com am 1. Januar 2026 auf seiner deutschen Seite.
Wie das syrische Innenministerium mitteilte, liegen den Behörden Informationen vor, wonach der IS Selbstmordattentate und Anschläge auf Veranstaltungen rund um das Neujahrsfest und die christlichen Feiertage plante. Besonders im Fokus stünden Kirchen und zivile Treffpunkte. Anlass für die Warnung ist ein Vorfall in der Silvesternacht in Aleppo, bei dem ein mutmaßliches IS-Mitglied einen Sicherheitsbeamten tötete.
Der Vorfall ereignete sich im Stadtviertel Bab al-Faraj, wo ein Polizist gegenüber einer verdächtigen Person misstrauisch wurde. Während eines Verhörs eröffnete der Mann das Feuer, tötete einen Beamten und sprengte sich anschließend selbst in die Luft. Zwei weitere Sicherheitskräfte wurden dabei verletzt.
Der IS hat seine Angriffe in den von den neuen Behörden in Damaskus kontrollierten Gebieten zuletzt verstärkt. Im Dezember wurden in Palmyra zwei US-Soldaten und ein amerikanischer Zivilist getötet, wofür Washington einen IS-Angreifer verantwortlich machte. Als Reaktion griffen US-Streitkräfte mehrere IS-Ziele in Syrien an; nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden dabei fünf IS-Mitglieder getötet.
Die Sicherheitslage in Syrien bleibt angespannt, insbesondere für religiöse Minderheiten. Seit dem Sturz von Langzeitherrscher Baschar al-Assad Ende 2024 kam es mehrfach zu schweren Gewalttaten, darunter ein Selbstmordanschlag auf eine Kirche in Damaskus im Juni mit 25 Todesopfern. Zwar bekannten sich andere extremistische Gruppen zu einzelnen Taten, Analysten sehen diese jedoch als mögliche Tarnorganisationen des IS.
Die UOJ berichtete zuvor, dass das ROKA-Kloster Heiliges Kreuz seine neue Kirche nach fünf Jahren Bauzeit einweihte.
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