Patriarch Daniel: Gottes Segen wird in der geeinten Familie sichtbar

Patriarch Daniel von Rumänien predigt im Kloster „Heilige Maria“ in Urlați über das Tagesevangelium und die Bedeutung der christlichen Familie. Foto: Patriarchat

Der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel hat am Sonntag, dem 28. Dezember 2025, im Kloster „Heilige Maria“ in Urlați (Kreis Prahova) über die Bedeutung der christlichen Familie im Licht des Tagesevangeliums von der Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten und ihrer Rückkehr nach Galiläa gepredigt. Er unterstrich, dass Gottes Segen dort sichtbar werde, wo Familien in Einheit, Verantwortung und Liebe zusammenstehen. Das Patriarchat veröffentlichte die Predigt auf seiner Webseite.

Ausgehend vom Evangelium nach Matthäus (2,13–23) zeigte Patriarch Daniel drei zentrale Lehren auf: Die Geburt Christi werde sowohl von Freude als auch von Feindschaft begleitet, da das Jesuskind von Engeln, Hirten und Weisen empfangen, jedoch von König Herodes verfolgt werde. Durch das Eingreifen der Engel werde das Kind geschützt und gemeinsam mit Maria und Josef nach Ägypten geführt. Nach der Rückkehr wachse Christus in Galiläa auf, einem als heidnisch geltenden Gebiet, was seine Sendung als Erlöser aller Völker unterstreiche.

Der Patriarch betonte, dass Christus in eine von Gewalt, Sünde und Tod geprägte Welt gekommen sei. Das Gedenken an die Märtyrer der Tage nach dem Weihnachtsfest – den heiligen Erzdiakon Stephanus, die in Nikomedia verbrannten Märtyrer und die unschuldigen Kinder von Bethlehem – mache deutlich, dass die Menschheit Heilung und Erlösung brauche. Von Beginn seines irdischen Lebens an habe Christus den Weg des Opfers eingeschlagen, der über Kreuz und Auferstehung zum ewigen Leben führe.

Besondere Aufmerksamkeit widmete Patriarch Daniel der heilenden Kraft der Gegenwart Christi. Die Anwesenheit des Jesuskindes in Ägypten habe dieses Land gesegnet und langfristig zur Ausbreitung des christlichen Glaubens sowie zur Blüte des Mönchtums beigetragen. Auch Galiläa sei ein Zeichen für die universale Liebe Christi, der demütig unter Menschen verschiedener Herkunft lebte und sich besonders den Armen, Fremden und Ausgegrenzten zuwandte.

Abschließend hob der Patriarch die zentrale Bedeutung der Familie hervor. Das Evangelium zeige, dass Gott die Familie segne und Kinder sowohl die Zuneigung der Mutter als auch die Liebe und Verantwortung des Vaters benötigten. Angesichts moderner Bedrohungen wie Säkularisierung, Armut, Migration und Orientierungslosigkeit rief er dazu auf, Kinder zu schützen und die christliche Familie zu stärken. Das Licht des Evangeliums Christi, so Patriarch Daniel, mache sichtbar, dass Gottes Segen in einer geeinten Familie gegenwärtig sei.

Die UOJ berichtete zuvor über die Weihnachtspredigt von Patriarch Daniel in Bukarest.

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