Diakon Igor Willimowski rief dazu auf, Gottes Einladung anzunehmen

Diakon Igor Willimowski bei seiner Predigt in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche in Krefeld. Foto: Screenshot YouTube

Diakon Igor Willimowski bei seiner Predigt in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche in Krefeld. Foto: Screenshot YouTube

Am 28. Dezember 2025, dem Sonntag der Vorväter, predigte Diakon Igor Willimowski in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche zu Krefeld (ROK) über die Einladung Gottes zur Kommunion, die Verantwortung der Gläubigen im geistlichen Leben und die notwendige Vorbereitung auf den würdigen Empfang der Eucharistie. Die Gemeinde veröffentlichte die Ansprache auf ihrem YouTube-Kanal.

Ausgehend vom Evangelium vom großen Gastmahl (Lk 14,16–24) erinnerte Diakon Igor Willimowski daran, dass alle Christen zur Kommunion eingeladen seien – zum „größten Gastmahl“, das Gott den Menschen bereite. Zugleich verwies er auf die gegenwärtige Realität sinkender Gottesdienst- und Kommunionbeteiligung, insbesondere in Deutschland. Diese Entwicklung gleiche dem Verhalten jener Gruppen im Gleichnis, die die Einladung aus scheinbar nachvollziehbaren Gründen ausschlugen.

Besonderes Augenmerk legte der Prediger auf die Vorbildfunktion der Eltern. Wenn Kinder regelmäßig zur Kommunion geführt würden, Erwachsene selbst jedoch fernblieben, präge dies langfristig das Glaubensverständnis der nächsten Generation. Christliches Leben müsse vorgelebt werden, betonte der Geistliche, da Kinder das Verhalten ihrer Eltern aufmerksam beobachteten.

Die Teilnahme an der Kommunion setze jedoch eine geistliche Vorbereitung voraus. Unter Bezug auf die Apostellesung aus dem Kolosserbrief (Kol 3,4–11) rief der Diakon dazu auf, alte, sündhafte Verhaltensweisen wie Zorn, Lüge, Habsucht und Bosheit abzulegen und das Taufversprechen ernst zu nehmen. Dieser Prozess sei ein lebenslanger innerer Kampf, vergleichbar mit dem fortwährenden Entfernen von Unkraut aus einem Acker.

In diesem Zusammenhang erinnerte Diakon Igor Willimowski auch an die Bedeutung der alttestamentlichen Vorväter, deren Gedenken an diesem Sonntag begangen wird. Sie hätten durch ihren Glauben und ihre Treue zu Gott den Weg für die Menschwerdung Christi bereitet und damit die Grundlage dafür gelegt, dass das Heil allen Menschen offenstehe. Das Gedächtnis der Vorväter verdeutliche, so der Prediger, dass Gottes Einladung zur Gemeinschaft mit ihm Teil eines langen heilsgeschichtlichen Weges sei, der in der Eucharistie seine konkrete Fortsetzung finde.

Abschließend hob er die universale Dimension der Eucharistie hervor: Die Kommunion stehe allen Getauften offen – unabhängig von Herkunft, sozialem Stand oder Geschlecht. Die alttestamentlichen Vorväter hätten den Weg bereitet, damit Christus allen Menschen das Heil eröffne. Taufe und Eucharistie seien der konkrete Weg zur Teilhabe daran.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzbischof Tichon in Kempten das Patronatsfest zu Ehren des heiligen Nikolaus feierte.

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