Priester Dejan Ristić predigte in Rosenheim über wahren Reichtum vor Gott
Priester Dejan Ristić zelebrierte am Sonntag in Rosenheim: ein Plädoyer für Mitmenschlichkeit und den Reichtum des Herzens. Foto: SPC München
In seiner Predigt zum 26. Sonntag nach Pfingsten, dem 7. Dezember 2025, machte der serbisch-orthodoxe Priester Dejan Ristić in der Kirche „Heilige Familie“ in Rosenheim deutlich, dass wahre Fülle im Leben nicht durch materiellen Reichtum, sondern durch Güte, Barmherzigkeit und die Bereitschaft, das eigene Glück mit anderen zu teilen, entsteht. Darüber berichtete die serbische Eparchie auf ihrer Webseite.
Der Geistliche begann mit der Beobachtung, dass jeder Mensch ein tiefes Bedürfnis nach Sinn und Beständigkeit in seinem Leben hat. Viele suchen diese Erfüllung jedoch in vergänglichen Dingen, wodurch innere Unsicherheit entsteht. Das Evangelium mahnt, das Streben nach Erfüllung auf das auszurichten, was wirklich Bestand hat.
Am Beispiel des reichen Mannes aus dem Lukasevangelium (12,16–21) machte Priester Dejan Ristić deutlich, dass Reichtum an sich nicht verwerflich ist. Problematisch wird er erst, wenn er nur für sich selbst gehortet wird und nicht anderen zugutekommt. Christus bezeichnet den Mann als Narren, weil er sein Überflussgut nicht teilt und dadurch vor Gott „arm“ bleibt.
Priester Dejan Ristić unterstrich, dass wahre Weisheit und Reichtum vor Gott im Dienst an anderen liegen – in Barmherzigkeit, Güte und Mitgefühl. Besitz und materielle Mittel sollen nicht verachtet, sondern in Wege zu Mitmenschen und damit zu Gott verwandelt werden.
Abschließend appellierte er an die Gläubigen der Rosenheimer Gemeinde, die vom serbisch-orthodoxen Gemeindezentrum München betreut wird, ihr Herz zu öffnen und die eigenen „Speicher“ zu prüfen: Dienen sie dem Menschen oder beherrschen sie ihn? Nur wer teilt und aus Liebe gibt, wird vor Gott reich sein.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Matthias Zierenberg in Limburg gepredigt hatte: „Gott steht über dem Sabbat.“
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