Frankfurter Kirche dient als Unterschlupf für Obdachlose
Weißfrauenkirche im Frankfurter Bahnhofsviertel. Foto: Meine Kirchenzeitung
Heute, am 01. Dezember 2025 erschien die Nachricht, dass in der Weißfrauenkirche im Frankfurter Bahnhofsviertel Obdachlose in der kalten Jahreszeit Schutz finden. Rund 47 Liegen stehen entlang der Wände des Kirchenschiffs, getrennt durch Stellwände, um etwas Privatsphäre zu ermöglichen. Die Gäste, überwiegend Männer, trinken Tee, breiten Schlafsäcke aus oder laden ihre Handys an Steckdosen auf. Das Diakoniezentrum Weser5 bietet ihnen einen sicheren, trockenen und einigermaßen sauberen Schlafplatz, verbunden mit dem direkten Zugang zum Tagestreff und Frühstück am Morgen. Darüber berichtet Meine Kirchenzeitung.
Viele der Übernachtungsgäste haben einen Migrationshintergrund, vor allem aus Mittel- und Osteuropa, und etwa zwei Drittel leiden unter Sucht- oder psychischen Erkrankungen. Die Einrichtung richtet sich insbesondere an Menschen, die im regulären Hilfesystem keine ausreichende Unterstützung erhalten. Für viele Gäste, wie den Bulgaren Valeri, bedeutet die Kirche Sicherheit und Ruhe, obwohl sie zuvor nicht erwartet hätten, hier einmal zu übernachten.
Die Weißfrauenkirche wird außerhalb der Wintermonate für Kultur, Tagungen und diakonische Arbeit genutzt, doch von Oktober bis März steht sie Obdachlosen offen. Sozialhelfer stellen sicher, dass niemand ohne Orientierung bleibt und vermitteln bei Bedarf alternative Unterkünfte. Nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe leben bundesweit rund 56.000 Menschen auf der Straße, in Frankfurt schätzt man die Zahl auf 400 bis 500. Diakoniepfarrer Markus Eisele betont, dass es Aufgabe der Kirche sei, gerade diesen Menschen zu helfen.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass in Britannien eine Frau wegen eines Gebets gegen Abtreibungen geprüft wurde.
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