Vatikan äußerte sich gegen Verbot von Orthodoxer Kirche in Ukraine

Erzbischof Claudio Gugerotti. Foto: Kath.ch

Heute, am 23. November 2025, hat der Vatikan sich kritisch zu Plänen geäußert, die Leitungsorgane der Ukrainischen Orthodoxen Kirche (UOK) per Gerichtsbeschluss aufzulösen. Kurienkardinal Claudio Gugerotti betonte bei einem Treffen mit dem Leiter der ukrainischen Ethnopolitikbehörde, dass sich Sanktionen gegen einzelne Gesetzesverstöße richten sollten und nicht gegen ganze Religionsgemeinschaften. Die Äußerung wurde von der Behörde in Kiew veröffentlicht und von der UOK positiv aufgenommen. Darüber berichtet kath.ch.

Hintergrund des Verfahrens ist ein seit Monaten laufender Prozess, in dem geprüft wird, ob die Kiewer Metropolie der UOK wegen mutmaßlicher Verbindungen nach Russland verboten werden kann. Obwohl sich die Kirche im Mai 2022 formal vom Moskauer Patriarchat distanziert hat, werfen Behörden ihr vor, nicht vollständig gebrochen zu haben. Seit 2022 wurden mehr als 200 Strafverfahren gegen Vertreter der UOK eingeleitet, rund 40 Geistliche erhielten Haftstrafen.

Das ukrainische Gesetz verbietet religiösen Organisationen seit über einem Jahr jede institutionelle Bindung an Russland. Sollte die Metropolie aufgelöst werden, könnten einzelne Gemeinden nach Behördenangaben weiter als unabhängige Pfarreien bestehen. Mehr als 60 Prozent der ukrainischen Bevölkerung gehören einer orthodoxen Kirche an, verteilt auf die UOK und die national ausgerichtete Orthodoxe Kirche der Ukraine.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass in Norwegen eine 800 Jahre alte Bronze Statue von Jesus entdeckt wurde.

Lesen Sie auch

Christliche Serie „Die Auserwählten“ stellt Weltrekord in Übersetzungen auf

Eine christliche Serie über das Leben Jesu Christi hat es als meistübersetzte Serie aller Zeiten ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft.

Rumänisches Patriarchat ruft zum Frieden im Nahen Osten und in der Ukraine auf

Die Rumänisch-Orthodoxe Kirche erklärte, dass dringende Entscheidungen zur Wiederherstellung des Friedens erforderlich seien, und rief dazu auf, für die Menschen in den Kriegsgebieten der Welt zu beten.

Panorthodoxe Vesper in Zürich betonte Einheit der Orthodoxie

Serbisch-orthodoxer Bischof Andrej (Ćilerdžić) leitete Feier zum Sonntag der Orthodoxie

EU-Kommission genehmigt Finanzierung von Abtreibungen aus EU-Sozialfonds

Die EU-Kommission hat die Möglichkeit angekündigt, EU-Sozialfonds zur Finanzierung des Zugangs zu Schwangerschaftsabbrüchen zu nutzen.

Buch über orthodoxe Glaubenslehre in Hersbruck vorgestellt

Geistlicher Doppeltermin zum Auftakt der Fastenzeit mit Krankensalbung und Buchpräsentation

Konflikte und Zusammenhalt: Orthodoxe Bischofskonferenz ringt um Einheit

Bischof Emmanuel sieht trotz Ukraine-Krieg die Orthodoxie in Deutschland als „eine Kirche“ und wirbt für Dialog