Patriarch Porfirije weihte neue Kirche am Geburtsort des Heiligen Sava
Patriarch Porfirije rief in Deževa dazu auf, das Erbe des Heiligen Sava in Liebe und Gemeinschaft zu leben. Foto: Patriarchat
Mit der Weihe der neu erbauten Kirche des Heiligen Sava im südserbischen Deževa, dem Geburtsort des ersten serbischen Erzbischofs, hat Patriarch Porfirije das Jubiläum „850 Jahre Heiliger Sava“ fortgesetzt. In der neuen Kirche leitete der Patriarch am Samstag, dem 25. Oktober 2025, die Göttliche Liturgie, gemeinsam mit zahlreichen Bischöfen, Priestern und Gläubigen aus ganz Serbien. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.
In seiner Predigt würdigte Patriarch Porfirije den Heiligen Sava als „Quelle unseres geistlichen Lebens und Schöpfer unserer Gemeinschaft mit Gott“. Der Heilige Sava habe das serbische Volk „in Christus und für das ewige Leben geboren“ und es zu einem „Volk des Evangeliums und der Orthodoxie“ geformt. Vom Heiligen Sava geprägt zu sein, bedeute, so der Patriarch, „von Christus besiegelt und durch die Liebe erneuert“ zu werden.
Das Oberhaupt der serbischen Kirche betonte, dass die Kirche Christi in ihrem Wesen Gemeinschaft sei – Gemeinschaft mit Gott und untereinander. „Wir wurden nicht geschaffen, um einsam oder selbstgenügsam zu sein, sondern um in Liebe miteinander verbunden zu leben“, sagte er. Die Gabe der Liebe sei die höchste Gabe Gottes, durch die das Leben in der Kirche Frucht bringe. „Die Kirche ist der Leib Christi – eine Gemeinschaft der Gläubigen, die in Glauben, Gebet und Tat vereint ist.“
In Anlehnung an das Evangelium des Tages erinnerte der Patriarch daran, dass wahre Gemeinschaft heilende Kraft besitzt. Wie jene vier Menschen, die einen Gelähmten zu Christus brachten, könne auch der gemeinsame Glaube der Gläubigen Wunder wirken. „Wenn der Herr den Glauben der Gemeinde sieht – die Einheit und die Liebe der Kirche –, dann heilt Er“, sagte der Hierarch. So habe auch der Heilige Sava den Glauben zum Fundament des serbischen Lebens gemacht und die Brücken des Verständnisses zu anderen Menschen und Völkern gebaut.
Am Ende seiner Predigt rief Patriarch Porfirije dazu auf, das geistliche Erbe des Heiligen Sava zu bewahren und in Liebe, Demut und Gemeinschaft weiterzuführen: „Ein Serbe ist geschaffen als Wesen der Gemeinschaft – ohne Hass, ohne Ausgrenzung, ohne Egoismus, sondern erfüllt von Liebe: der Liebe des Heiligen Sava, der Liebe Christi.“
Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Porfirije in Belgrad zu Gebet, Glauben und Demut aufrief.
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