Byzantinische Kirche über römischem Krankenhaus entdeckt
Ort der Ausgrabung. Foto: orthochristian
Am 15. Oktober 2025 wurde berichtet, dass in der antiken Stadt Kaunos in der türkischen Provinz Muğla die Überreste einer byzantinischen Kirche entdeckt wurden, die direkt über einem römischen Krankenhaus errichtet wurde. Die Ausgrabungen zeigen, dass der Ort über mehr als tausend Jahre hinweg genutzt wurde und zwar vom 2. bis zum 14. Jahrhundert.
Laut Grabungsleiter Ufuk Çörtük von der Universität Muğla Sıtkı Koçman diente die untere Ebene des Bauwerks im 2.–3. Jahrhundert n. Chr. als römisches Militär- und später Zivilkrankenhaus (valetudinarium). Dort fanden Archäologen zahlreiche chirurgische Instrumente und medizinische Geräte. Im 6. Jahrhundert wurde auf dieser Grundlage eine byzantinische Kirche errichtet, die sich in bemerkenswert gutem Zustand erhalten hat.
Das Gelände blieb auch in späteren Jahrhunderten in Gebrauch: Funde aus der türkisch-islamischen Zeit, darunter eine Münze aus der Epoche der Aydınoğulları, belegen die kontinuierliche Besiedlung. Damit gilt Kaunos – einst eine bedeutende Hafenstadt des antiken Karia – als eindrucksvolles Beispiel für die kulturelle und religiöse Entwicklung Anatoliens über viele Epochen hinweg.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Türkische Archäologen ein mutmaßliches Grab eines georgischen Königs gefunden haben.
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