Patriarch Daniel: „Europa bedeutet für uns ein Europa des christlichen Glaubens“
Patriarch Daniel während der Feierlichkeiten zum 18. Jahrestag seiner Inthronisierung in Bukarest. Foto: basilica.ro
Anlässlich seines 18. Inthronisationsjubiläums am Dienstag, dem 30. September 2025, unterstrich der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel die Bedeutung geistlicher Werte für das Selbstverständnis Europas. In seiner Ansprache erklärte er: „Für uns bedeutet Europa ein Europa des christlichen Glaubens.“ Der Glaube sei – neben der griechischen Philosophie und dem römischen Recht – eine tragende Säule der europäischen Kultur. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.
Die spirituelle Dimension Europas dürfe nicht hinter wirtschaftlichem und technischem Fortschritt zurückstehen, so der Patriarch. „Europa ist ein Land der Werte – nicht nur des materiellen Fortschritts, sondern auch des guten Lebens im Licht des Evangeliums.“
Im Blick auf die kommenden kirchlichen Jahresthemen 2026 – „Jahr der christlichen Familie“ und „Gedenkjahr der heiligen Frauen“ – verwies Patriarch Daniel auf das Beispiel der Familie des Heiligen Basilius des Großen, aus der acht Mitglieder als Heilige verehrt werden. Die Familie sei „die erste Schule des Glaubens“, der Ort, an dem christliche Werte weitergegeben würden.
Zudem blickte das Kirchenoberhaupt auf den Bau der Kathedrale der Erlösung des Volkes in Bukarest zurück. Das gewaltige Bauprojekt wurde in 18 Jahren vollendet – ein Zeitraum, der im Vergleich zu mittelalterlichen Kathedralen kurz sei. Gleichzeitig betonte der Patriarch die Verantwortung, das historische Erbe der Kirche zu bewahren.
Zum Abschluss dankte Seine Seligkeit allen, die die Kirche unterstützen, und rief dazu auf, „Einheit im Glauben, nationale Einheit und die Freude über Gottes Hilfe“ als zentrale Güter zu bewahren.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Daniel die Gläubigen zum Fest der Geburt der Gottesmutter aufgefordert hatte, kinderreichen Familien zu helfen.
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