Georgischer Priester über die Ereignisse in der Lawra: Die Schändung der Reliquien wird niemandem vergeben
Priester Schalva Kekelia. Foto: imedinews
Der Vorsteher der Verklärungskirche in Vake (Tiflis), Vater Schalva Kekelia, kommentierte für die UOJ die Ereignisse in der Lavra, wo Mitarbeiter des Naturschutzgebiets die Reliquien der Heiligen von Kiew-Petschersk aus den Höhlen holten und mit ihnen gewisse Manipulationen vornahmen.
Seinen Worten zufolge hat er in der Ukraine Freunde, die Priester sind und mit Waffen angegriffen wurden, während in ihren Kirchen Ikonen zerstört wurden. Vater Schalva sieht die Ereignisse in der Lavra im gleichen Zusammenhang.
„Seit Beginn der Fastenzeit schaue ich kein Fernsehen und nutze keine sozialen Netzwerke mehr. Wenn so etwas passiert ist, ist das sehr schlimm“, sagte der Priester. „Ähnliches geschah bereits unter den Kommunisten – Ikonen und Reliquien wurden aus den Kirchen entfernt, und wir alle wissen, in welchem Zustand sich das Land befand.“
„Die Schändung von Ikonen und Reliquien wird niemandem vergeben. Ein Mensch, der auch nur aus Unachtsamkeit Ikonen und Reliquien schändet, begeht eine schwere Sünde und bringt sich selbst in eine schwierige Lage“, sagte Vater Shalva.
Zur Erinnerung, erklärte in einem Exklusivkommentar für die UOJ der Exarch des Patriarchats von Jerusalem in Zypern, Metropolit Timotheos von Bostra, dass die Manipulationen der Mitarbeiter des Lawra-Naturschutzgebiets mit den Reliquien der Heiligen von Kiew-Petschersk ein Sakrileg seien, vergleichbar mit den Verbrechen des gottlosen bolschewistischen Regimes.
Lesen Sie auch
„Gefährlicher Präzedenzfall“: Patriarchat von Jerusalem kritisiert Landbeschlagnahme
Kirche spricht von illegalem Zugriff auf Eigentum und warnt vor wachsendem Druck auf Christen im Heiligen Land
Schleswig-Holstein vor Vorreiterrolle: „Reerdigung“ soll dauerhaft erlaubt werden
Neue Bestattungsform könnte als dritte Methode gesetzlich verankert werden
Regierungskommission der Republika Srpska beriet neue Projekte für Hilandar
Restaurierung historischer Bauten, Dokumentarfilm und Ausstellung geplant – enge Verbindung zum Athos-Kloster bekräftigt
Treffen in Triest: Bischof Andrej beriet sich mit Klerus aus Italien und Malta
Seelsorge, pastorale Perspektiven und Umgang mit sterblichen Überresten im historischen Kontext eines serbischen Flüchtlingslagers in Süditalien im Mittelpunkt
Erstmals seit 40 Jahren: „Marsch für das Leben“ in Norwegen
Rund 1.000 Teilnehmer setzten in Oslo ein öffentliches Zeichen für den Schutz ungeborenen Lebens
Rumänisch-orthodoxe Gemeinde Heidelberg lädt zur deutschsprachigen Liturgie ein
Gottesdienst am 20. Juni in Eppelheim mit anschließendem Vortrag über Aufbau und Struktur der Orthodoxen Kirche