Patriarch Porfirije rief in Belgrad zur lebendigen Glaubenspraxis auf

Der Primas der Serbisch-Orthodoxen Kirche legte das Evangelium von der Heilung des besessenen Jungen aus. Foto: spc.rs

In einer bewegenden Liturgie in der Kathedrale des Heiligen Erzengels Michael in Belgrad betonte der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije am Sonntag, dem 17. August 2025, dass der Weg mit Christus alles verwandelt. Wunder, so der Patriarch, seien nicht fremd – sie seien natürlich und innerhalb der menschlichen Erfahrung verankert. Die Serbisch-Orthodoxe Kirche veröffentlichte die Predigt auf ihrer Webseite.

Patriarch Porfirije verwies auf das Evangelium als Richtschnur des Glaubens: Für orthodoxe Christen sei das Wort Christi nicht nur Wegweiser, sondern Maßstab des Lebens. Alles erlange Sinn durch das Evangelium – oder verliere ihn im Gegensatz dazu gänzlich.

Er beschrieb, wie im Matthäusevangelium ein Vater Hilfe suchte, nachdem ihm menschliches Handeln versagte. Die Botschaft der Schrift führe ihn und uns zurück zum rechten Weg.

Der Hierarch appellierte an die Gläubigen, durch Fasten, Beten und Glauben den Himmel in ihr Leben rücken zu lassen – denn Glaube sei kein bloßer Gedanke, sondern lebendiger Weg. Wer sich auf diesen Weg begebe, lebe nicht nur im Glauben, sondern werde zum Wunder selbst: das Alltägliche verwandle sich in göttliches Erleben.

Die Liturgie machte so deutlich: Wunder sind nicht Randerscheinungen, sondern in der Nähe Gottes das Normale.

Die UOJ berichtete zuvor, dass das Oberhaupt der Serbisch-Orthodoxen Kirche die Bedeutung des Glaubens zur Stärkung der Gemeinschaft und als Schutz vor Versuchungen unterstrich.

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