Ex-Vorsteher der OKA: Die Orthodoxie in den USA verbreitet sich rasant
Metropolit Jonah. Foto: UOJ
In einem Exklusivinterview der UOJ in den USA teilte Ex-Vorsteher der Orthodoxen Kirche in Amerika, Metropolit Jonah (Paffhausen), seine Beobachtungen über das schnelle Wachstum der Orthodoxie in den Vereinigten Staaten, insbesondere unter jungen Amerikanern.
Den Worten Seiner Exzellenz Jonah zufolge gab es in den letzten fünf Jahren ein deutliches Wachstum orthodoxer Gemeinden, insbesondere unter den Konvertitenpfarreien in Kleinstädten in den Südstaaten der USA. „Meine eigene Pfarre in Stafford County, Virginia, hat unglaublich viel zugenommen. Es gibt Pfarren mit 40 bis 50 Katechumenen pro Jahr; diese werden getauft und darauf kommen weitere 40 oder 50 Menschen“, sagte der Metropolit.
Seine Exzellenz merkte an, dass das Wachstum von jungen Männern, die nach Stabilität und Authentizität suchen, angeführt wird. „Sie suchen nach einer Gemeinde, in der sie geliebt werden, wo es jemanden gibt, der sie unter seine Fittiche nimmt und sie unterweist. Ich denke, dies ist der ideale Dienst für die Orthodoxie. Es ist ja schlussendlich die Tradition der Orthodoxie“, betonte der Metropolit.
Laut dem Bischof, der vom Protestantismus zur Kirche überging, entscheiden sich junge Amerikaner entweder für die Orthodoxie oder für den Katholizismus und verlassen die protestantischen Konfessionen. „Die Orthodoxe Kirche ist völlig unverändert. Sie ist die einzige unveränderliche Kirche“, erklärte der Metropolit. Er betonte, dass die Orthodoxie im Gegensatz zum formalen Ansatz des römischen Katholizismus einen Weg zu „einer immer tiefer werdenden persönlichen Erfahrung Gottes und zur Vereinigung mit Gott“ biete.
Metropolit Jonah widmete dem Freiheitsbegriff in der Orthodoxie besondere Aufmerksamkeit: „Die Orthodoxie hat radikale Freiheit. Das bedeutet nicht, dass es weder Dogmen noch Kanones gibt, aber innerhalb dieses Kontexts gibt es radikale Freiheit. Theologische Freiheit ist die Freiheit, den Willen Gottes zu tun.“ Er betonte, dass Menschen ein sinnvolles Leben wollen und nicht die Leere, auf die sich die westliche Gesellschaft zubewegt.
Wer orthodoxe Missionen gründen möchte, dem riet Bischof Jonah, „jede Art von Eifer oder Fanatismus“ zu vermeiden und dem Grundsatz des heiligen Benedikt zu folgen: „Mäßigung in allen Dingen.“ „Sucht man Gott wirklich und mit Einsicht, gelangt man tiefer in Gemeinschaft mit Gott. Das bedeutet Gebet, Fasten, asketische Disziplin, häufige Beichte und regelmäßige Kommunion“, erklärte der Metropolit.
Der Bischof kündigte außerdem die Jahreskonferenz der Orthodoxen Gesellschaft Philip Ludwell III an, die am 6. September in Stafford, Virginia, stattfinden wird. Die Konferenz mit dem Titel „Wiege und Schmelztiegel“ widmet sich der Gründung von Missionen im amerikanischen Süden und den Besonderheiten der Kultur des Südens, die sie für das Orthodoxe Christentum offen machen.
Metropolit Jonah (Paffhausen) ist ehemaliger Primas der Orthodoxen Kirche in Amerika und dient nun in der Jurisdiktion der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland. Er ist Abt des Klosters des Hl. Demetrius von Thessaloniki und Rektor der Orthodoxen Kirche des Hl. Herman von Alaska in Stafford, Virginia.
Zuvor hatte die UOJ das Interview der UOJ in den USA mit Metropolit Jonah über das Wachstum der Orthodoxie in den Vereinigten Staaten veröffentlicht.
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