Schlossmauer von Seyfriedsberg muss dringend saniert werden
Freiwillige Helfer haben die Stützmauern von Schloss Seyfriedsberg freigelegt. Der Bewuchs hatte erhebliche Schäden verursacht. Foto: hiobmon.org
Beim Umbau des historischen Schlosses Seyfriedsberg bei Augsburg zu einem Kloster gibt es weiteren Sanierungsbedarf. Dies berichtet die orthodoxe Klosterbruderschaft des Heiligen Hiob von Pocaev in München in ihrem Newsletter und auf ihrer Webseite.
Die Stützmauern an der Westseite des Hauptgebäudes sind durch Jahrzehnte alten Efeubewuchs beschädigt. Wurzeln mit bis zu 20 Zentimetern Durchmesser haben Ziegel herausgedrückt und zerbrochen, wodurch die Standsicherheit des Westflügels gefährdet ist.
Um die Mauer zugänglich zu machen, mussten zwei Schneisen in den Hang geschlagen werden. Die Sanierung erfordert nun den Einsatz einer auf denkmalgerechte Maurerarbeiten spezialisierten Firma. Zusätzlich werden unterhalb der Mauer Tiefenanker in den Hang getrieben, um die Statik dauerhaft zu sichern. Die geschätzten Mehrkosten für diesen unvorhergesehenen Bauabschnitt liegen laut Bischof und Klostervorsteher Hiob Bandmann bei rund 60.000 Euro.
Seit der Übergabe der Immobilie sind dort zahlreiche Freiwillige und Baufirmen mit Arbeiten beschäftigt. In der historischen Kapelle wurde mittlerweile ein liturgischer Rhythmus etabliert und die Heilige Liturgie unter der Leitung von Metropolit Mark zelebriert.
Auch im Innenhof tut sich Historisches: Ein seit Jahrzehnten verschlossener Brunnen aus dem Jahr 1523 wurde geöffnet und vermessen. In 54 Metern Tiefe wurde Wasser gefunden – eine Analyse soll klären, ob es sich um eine nutzbare Frischwasserquelle handelt.
Nach langjähriger Suche hat die orthodoxe Klosterbruderschaft des Hl. Hiob von Pocaev, Teil der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA), in Schloss Seyfriedsberg ein neues Zuhause gefunden. Das Anwesen, das auch als „Heiliger Berg von Schwaben“ bezeichnet wird, soll in den kommenden Jahren zu einem Kloster, Diözesanzentrum und Priesterseminar umgewandelt werden. Der Standort in München bot keine Entwicklungsmöglichkeit mehr.
Die Sanierung ist umfangreich und trotz fortlaufender Spenden ist das Projekt noch nicht vollständig finanziert. Die Bruderschaft bittet daher weiterhin um Unterstützung und Gebet, um den Aufbau dieses geistlichen Zentrums zu ermöglichen.
Die UOJ hatte zuvor berichtet, dass 500 orthodoxe Christen zur feierlichen Schlüsselübergabe in das zukünftige Kloster kamen und auf ihrem YouTube-Kanal den Film „Kloster Seyfriedsberg – ein neues Zentrum der Orthodoxie in Deutschland“ veröffentlicht.
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