Die Kirche feiert die Geburt Johannes des Täufers
Ikone der Geburt Johannes des Täufers. Foto: Open Source
Am 7. Juli (24. Juni nach dem julianischen Kalender) feiern orthodoxe Christen eines der großen Feste der Kirche – die Geburt des Propheten Johannes des Täufers.
Die Geschichte der Geburt Johannes des Täufers wird im Lukasevangelium ausführlich beschrieben. Sein Vater, Zacharias, war Priester und diente im Jerusalemer Tempel und seine Mutter, Elisabeth, war eine rechtschaffene Frau aus der Linie Aarons. Das Paar blieb lange kinderlos, und beide waren bereits hochbetagt, als ein wundersames Ereignis geschah.
Während des Gottesdienstes im Tempel erschien Zacharias der Erzengel Gabriel und verkündete die Geburt eines Sohnes, der Johannes heißen sollte. Der Engel prophezeite, dass das Kind groß vor dem Herrn und vom Mutterleib an mit dem Heiligen Geist erfüllt sein würde und viele Söhne Israels zum Herrgott bekehren würde. Da er den Worten des Engels nicht glaubte, blieb ihm bis zur Geburt seines Sohnes die Sprache verwehrt.
Als Elisabeth im sechsten Monat schwanger war, kam die Jungfrau Maria, die Jesus Christus in ihrem Leib trug, zu ihr. Als die beiden werdenden Mütter sich trafen, hüpfte der kleine Johannes in Elisabeths Leib, als wolle er seinen Herrn begrüßen. Dieser Moment wird im Evangelium als die erste Anbetung Christi noch vor seiner Geburt beschrieben.
Bei der Geburt von Johannes sprach Zacharias auf wundersame Weise und sang ein prophetisches Lied, in dem er Gott pries und das Schicksal seines Sohnes als Vorläufer des Messias vorhersagte. Johannes wuchs in der Wüste auf und bereitete sich auf seinen großen Dienst vor–dem Herrn den Weg durch die Predigt der Buße und die Taufe im Jordan zu bereiten.
Das Fest der Geburt Johannes des Täufers erinnert die Gläubigen an die Bedeutung der Reue und der spirituellen Vorbereitung auf die Begegnung mit Gott.
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