Patriarch Bartholomäus: Ich hoffe, Papst Leo wird Interesse an gemeinsamen Ostern zeigen
Patriarch Bartholomäus. Foto: Nikos Papachristou
Am 11. Mai 2025 äußerte Patriarch Bartholomäus während eines Gottesdienstes in der St.-Nikolaus-Kirche in Kolonaki, Athen, die Hoffnung, dass der neugewählte Papst Leo XIV. Interesse an der Frage der Festlegung eines einheitlichen Datums für das Osterfest für alle Christen zeigen werde.
Er erwähnte die gemeinsamen Bemühungen mit dem verstorbenen Papst Franziskus um ein einheitliches Osterdatum und äußerte die Hoffnung, dass sein Nachfolger diesen Dialog fortsetzen werde:
„Der verstorbene Papst Franziskus und ich hatten den gemeinsamen Wunsch, dass auch der Westen diese Tradition annimmt, damit nicht nur Harmonie herrscht, wie es bei Weihnachten der Fall ist, sondern auch die vielen Probleme vermieden werden, mit denen Familien aus Mischehen, insbesondere in der Diaspora weltweit, konfrontiert sind. Wir hoffen, dass der Nachfolger des unvergessenen Franziskus, der neue Papst, denselben Wunsch hegt und wir so zu einer angemessenen Verständigung und Lösung gelangen können.“
Patriarch Bartholomäus nannte als erfolgreiches Beispiel auch die Praxis in Griechenland, wo die Gläubigen der römisch-katholischen Kirche mit dem Segen des Vatikans Ostern gleichzeitig mit den Orthodoxen feiern. Dies schaffe, so Bartholomäus, „vollkommene Harmonie ohne die geringste dogmatische Verwirrung oder gemeinsame Gottesdienste, trotz der unverantwortlichen Anschuldigungen einiger verdächtiger Personen“.
Zuvor hatte der VOJ geschrieben, Patriarch Bartholomäus hoffe, in den Beziehungen zum neuen Papst eine „neue Ära“ einzuläuten.
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