Priester Arsenije Jovanović: „Wo ist unser Schatz und wo ist unser Herz?“
Serbisch-orthodoxer Prediger rief in Ulm dazu auf, das Reich Gottes über materiellen Wohlstand zu stellen und auf Gottes Vorsehung zu vertrauen
Am dritten Sonntag nach Pfingsten hat der serbisch-orthodoxe Priester Arsenije Jovanović in der Kirche der Heiligen Wundertäter Kosmas und Damian in Ulm die Göttliche Liturgie gefeiert. In seiner Predigt stellte er die Worte des Evangeliums über den Umgang mit Besitz, Sorgen und dem Vertrauen auf Gott in den Mittelpunkt. Mit ihm konzelebrierte Erzpriester Ljubomir Zorica, wie die Eparchie berichtete.
Der Geistliche warnte davor, das Glück ausschließlich in materiellem Wohlstand zu suchen. Unter der Leitfrage „Wo ist unser Schatz und wo ist unser Herz?“ erinnerte er daran, dass irdische Schätze vergänglich seien, während Liebe zu Gott und zum Nächsten, Barmherzigkeit sowie das Heil der Seele bleibenden Wert hätten. Mit den Worten Christi, niemand könne zugleich Gott und dem Mammon dienen, betonte er, dass das Herz nur einem Herrn gehören könne.
Zugleich griff Priester Arsenije Jovanović die Aufforderung Jesu auf, sich nicht um den morgigen Tag zu sorgen. Christen seien zwar zu verantwortungsvollem Arbeiten berufen, sollten ihre Aufgaben jedoch im Vertrauen auf Gottes Vorsehung und nicht aus Angst oder Verzweiflung erfüllen. Gott kenne die Bedürfnisse der Menschen und lasse sie nicht allein.
Abschließend rief der Geistliche die Gläubigen zu einer Gewissensprüfung auf: Entscheidend sei die Frage, worauf sich Zeit, Liebe und Aufmerksamkeit richteten. Unter Bezug auf das Evangelium des Sonntags (Mt 6,22–33) ermutigte er dazu, zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit zu trachten und das Vertrauen auf Gott zum Maßstab des eigenen Lebens zu machen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die deutsche Lebensrechtorganisation ALfA und die britische SPUC Projekte zum Schutz ungeborener Kinder und schwangerer Frauen fördern wollen.