Patriarch Schio III. rief nach seiner Inthronisierung zu Einheit und gemeinsamer Verantwortung auf
Der neue Katholikos-Patriarch von ganz Georgien sprach über die Herausforderungen der Kirche, die Zukunft des Landes und die Verantwortung des patriarchalen Dienstes.
Am 12. Mai hat der neue Patriarch Schio III. nach seiner Inthronisierung eine erste Ansprache an die Gläubigen gehalten. Darin bezeichnete das neue Oberhaupt der Georgischen Orthodoxen Kirche die Kirche als „Bollwerk der Einheit“ und sprach über die Herausforderungen der modernen Zeit. Darüber berichtete die UOJ auf Telegram.
„Heute ist gerade die Kirche zum Bollwerk unserer Einheit geworden. Das moderne Leben stellt uns ständig vor Schwierigkeiten, und deshalb ist die Last des patriarchalen Dienstes doppelt schwer geworden. Diese Zeit verlangt von uns noch größere Mühe und noch größeren geistlichen Einsatz. Genau deshalb müssen wir diesen Dienst gemeinsam tragen.
Wir müssen die Türen der Kirche weit für alle Menschen öffnen. Denn der morgige Tag unseres Landes und unsere Kinder sind unsere gemeinsame Zukunft. Heute, angesichts der großen apostolischen Verantwortung, richte ich mein Gebet an die seligen Seelen unserer Vorfahren. Mein Weg besteht darin, dieses schwere Kreuz demütig zu tragen und den Dienst zur Mehrung der Liebe unter dem Volk fortzusetzen.
Wenn ich an die Heiligen unseres Landes denke, überkommt mich das Gefühl meiner eigenen Ohnmacht. Es fällt schwer, eine Antwort auf die Frage zu finden, warum Gott mir eine solche Schwere des Kreuzes auferlegt hat. Dennoch bin ich mir dessen bewusst und bitte die Heiligen um Hilfe auf diesem schwierigen Weg. Den Hierarchen spreche ich meinen tiefen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen aus. Mögen wir den Herrn in Liebe und Einheit verherrlichen. Amen.“
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass in der Georgischen Kirche die Inthronisation von Patriarch Schio III. stattfand.