Digitales Projekt für den weltweiten Zugang zum Turiner Grabtuch vorgestellt

18. Januar, 21:49 Uhr
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Das Turiner Grabtuch wurde jetzt in digitaler Form zugänglich gemacht. Foto: Osservatore Romano/Romano Siciliani Das Turiner Grabtuch wurde jetzt in digitaler Form zugänglich gemacht. Foto: Osservatore Romano/Romano Siciliani

Initiative „Avvolti“ macht berühmte Reliquie erstmals interaktiv online erlebbar

Mit dem Projekt „Avvolti“ hat die römisch-katholische Erzdiözese Turin einen neuen digitalen Zugang zum Turiner Grabtuch geschaffen. Die Initiative wurde Papst Leo XIV. vorgestellt, der als erster die interaktive digitale Darstellung der Reliquie erleben konnte, wie das katholische Nachrichtenportal CNA am 16. Januar 2026 berichtete.

Vorgestellt wurde „Avvolti“ von Kardinal Roberto Repole, Erzbischof von Turin und päpstlicher Kustos des Grabtuchs, im Apostolischen Palast. Ziel der pastoralen Initiative ist es, Gläubigen wie auch Interessierten weltweit einen niederschwelligen und zeitgemäßen Zugang zum Grabtuch zu ermöglichen. Der Projektname bedeutet übersetzt „Eingehüllt“.

Kernstück des über die Website avvolti.org zugänglichen Angebots ist eine hochauflösende, interaktive digitale Reproduktion. Nutzer können die Oberfläche des Leinens schrittweise erkunden und Details wie das Antlitz, Spuren der Dornenkrone oder weitere Zeichen der Passion vergrößern. Ergänzt wird die Darstellung durch erläuternde Texte sowie Verweise auf entsprechende Evangelienstellen.

Nach Angaben der Projektverantwortlichen verbindet „Avvolti“ wissenschaftliche Genauigkeit mit einer verständlichen Aufbereitung für ein breites Publikum. Die digitale Erfahrung ist langfristig angelegt und Teil eines Weges hin zum Heiligen Jahr 2033, das an das zweitausendjährige Jubiläum der Erlösung erinnern soll.

Zugleich steht das Projekt im Kontext der fortdauernden wissenschaftlichen Debatte um die Echtheit des Grabtuchs; jüngere Forschungsergebnisse italienischer Wissenschaftler deuten auf eine zeitliche Einordnung des Leinens in die Epoche des Todes Jesu Christi hin.

Die UOJ berichtete zuvor, dass orthodoxe Bischöfe die Idee einer „Bosnischen Orthodoxen Kirche“ scharf zurückwiesen.

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