„Wir beten, dass der Herr unseren Verstorbenen das ewige Leben schenke“
Metropolit Joanikije erinnerte an das Gebet für die Verstorbenen und an die Hoffnung der Auferstehung vor Beginn der Großen Fastenzeit
Am Winter-Allerseelentag (14. Januar 2026) feierte der serbisch-orthodoxe Metropolit Joanikije von Montenegro und der Küstenregion mit Klerus und Gläubigen die Heilige Liturgie in der Kirche St. Petka im Dorf Grbavci bei Podgorica. In seiner Predigt hob er die Bedeutung des Totengedenkens und der geistlichen Vorbereitung auf die Große Fastenzeit hervor, wie die Diözese auf ihrer Webseite berichtete.
Metropolit Joanikije erklärte, dass die Zeit vor der Großen Fastenzeit eine Phase der inneren Erneuerung sei, die sowohl den einzelnen Gläubigen als auch die kirchliche Gemeinschaft stärken solle. Die Fastenzeit werde als „helle und freudige“ Zeit verstanden, die zur Umkehr, zum Gebet und zur Rückbesinnung auf das Evangelium führe. Besonders die Wochen davor erinnerten mit ihren Lesungen an grundlegende Lehren Christi.
In seiner Ansprache betonte der Geistliche die besondere Rolle der Samstage im kirchlichen Leben, die traditionell dem Gebet für die Verstorbenen gewidmet seien. Diese Praxis stehe in engem Zusammenhang mit der Grabesruhe Christi am Karsamstag, der den Sieg über Tod und Finsternis vorbereitete. Durch seine Auferstehung habe Christus den Tod überwunden und den Menschen den Weg zum ewigen Leben eröffnet.
Der Metropolit unterstrich zudem, dass das Gebet für die Entschlafenen Ausdruck der untrennbaren Gemeinschaft in der Liebe Gottes sei. Christen glaubten, dass die Verstorbenen weiterhin für die Lebenden beteten und dass zwischen beiden eine geistliche Verbundenheit bestehe. Wer für die Verstorbenen bete, empfange selbst Trost, geistliche Freude und Erneuerung, da die Hoffnung auf die Auferstehung das Zentrum des christlichen Glaubens bilde.
Die UOJ berichtete zuvor, dass zwei Athos-Heilige vom Ökumenischen Patriarchat offiziell kanonisiert wurden.